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Von links: Hanne Kircher, David Savill -
Artistic Director Age Exchange

Die "Kette der Erinnerung 14/18" liegt hier
in den Händen der SchülerInnen des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums, Landsberg und Ivan Riches

 

Von links:
Hanne Kircher, Ingegerd Schäuble (Laudatorin), Anette Mainda

 

 

 

 

Von links:
Max Mannheimer, Karin Schreifeldt,
Hanne Kircher und
Dr. Jürgen Müller-Hohagen

Foto: Oranna Erb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Foto: Roswitha Pross


 

„Meeting in No Man’s Land – Begegnung im Niemandsland“. Ein Britisch-Deutscher Austausch zu den Spuren des Ersten Weltkriegs in den Familien.

Das 5-tägige Treffen von zwölf britischen und zwölf deutschen SeniorInnen fand von 08. bis 12. April 2016 in München und Rosenheim statt. Anhand von Erinnerungsstücken – Fotos, Briefen, Medaillen usw. erzählten die Menschen beider Länder einander von ihren Vorfahren, vom Kriegs-Erbe, das bis heute in vielen Familien wirksam ist – bewusst oder unbewusst. Der Austausch wurde von Hanne Kircher künstlerisch begleitet. Ihre Idee: sie ließ von allen Teilnehmern und der eingeladenen Schulklasse gemeinsam eine Kette zusammenfügen und mit den recherchierten Vornamen aus der eigenen Familie beschriften. Die Kette als Symbol der Aneinanderkettung und gleichzeitig der Verbindung aller Beteiligten, ob Freund ob Feind, Gefallene, Zivilisten, Männer, Frauen, Kinder. Mit der „Kette der Erinnerung 14/18“, deren Kettenglieder an die Erkennungsmarken der Soldaten erinnern, entstand eine ganz individuelle Kette - inzwischen ca. 30 Meter lang -, denn jeder aufgeschriebene Name macht einen Menschen sichtbar und die Würdigung seines Schicksals. Der Wunsch der Künstlerin ist, dass weitere Begegnungen stattfinden (auch international*), denn angesichts des aktuellen Weltgeschehens gewinnt die Betrachtung der eigenen Geschichte an Bedeutung für Gegenwart und Zukunft.
*) rund 40 Nationen waren am Ersten Weltkrieg beteiligt.

Projektpartner: Age Exchange, London, University of Essex, Caritas Rosenheim, Münchner Bildungswerk, Ev. Bildungswerk München, Dachau Institut, Dachau.

Von der 5-tägigen Begegnung entstand ein berührender Dokumentarfilm von 90 Minuten, gefilmt vom Filmteam des britischen Projektpartners Age Exchange.

Link zum Film:

Meeting in No Man's Land

 





 

 

 

 

Ausstellung im Rathaus Bad Hindelang

Mit dem Titel „Der Zweite Blick“ waren neue Bilder von Hanne Kircher und Holzobjekte von Anette Mainda von 31. Juli bis 07.Sept. 2015 zu sehen.

Ein interessiertes Publikum folgte der Einladung zu der gelungenen, musikalisch begleiteten Vernissage und sorgte für zahlreiche Besuche während der gesamten Laufzeit.

 

 

 

 

 

 

 

Im Institut des ÄPK „Ärztlich Psychologischer Weiterbildungskreis“ wurde mein  Projekt „KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ritual. Protokoll in Form einer künstlerischen Arbeit“ erweitert durch eine „Hommage an 1.600 Menschen“ im Oktober 2012 ausgestellt. 

Infolge der Brisanz des Themas, gerade auch für die Psychotherapie, hat Karin Schreifeldt, Psychoanalytikerin in München, die Ausstellung für das Sommersemester 2012 im Institut ÄPK angeregt. Mit einer von ihr moderierten diskursiven Finissage wurde die Ausstellung am 08. Oktober 2012 beendet.

Vor interessierten und engagierten Teilnehmenden sprachen:

Max Mannheimer,
Überlebender des Holocaust, Künstler und Autor und
Dr. Jürgen Müller-Hohagen,
Psychologischer Psychotherapeut

anlässlich meines Kunstprojektes über das Ringen um die Verarbeitung der NS-Vergangenheit  in der Gesellschaft, in der Psychotherapie/Psychoanalyse und in der Kunst. Sie sprachen auch über die in ihren Augen gegebenen Möglichkeiten der Verarbeitung der NS-Vergangenheit durch Psychotherapie/Psychoanalyse und durch Kunst.


2012/2013:

Das Münchner Bildungswerk in Kooperation mit dem Evang. Bildungswerk hat mit Herrn Dr. Jürgen Müller-Hohagen eine dreiteilige Seminarreihe „Der lange Schatten des Krieges“ veranstaltet.

Bei der dritten Veranstaltung im Januar 2013 zum Thema „Verarbeitungsmöglichkeiten der NS-Zeit“ konnte ich mein Kunstprojekt
„KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ritual. Protokoll in Form
einer künstlerischen Arbeit“ erweitert durch eine „Hommage an 1.600 Menschen“ vorstellen. Die Mittel der Malerei, der ritualhaften Meditation und Dokumentation, die ich für meine eigene Auseinandersetzung entwickelte, brachte mir neben scham- und angstbesetzten Erinnerungen auch eine innere Ruhe. Davon können beispielhaft Anregungen ausgehen zur Bearbeitung der Spuren, die der Nationalsozialismus bei uns hinterlassen hat.

Im Team mit Karin Schreifeldt, Psychoanalytikerin, und Dr. Müller-Hohagen, Psychologischer Psychotherapeut, ist es gelungen, die im ÄPK (siehe oben) begonnene diskursive Verarbeitung der Menschheitsverbrechen und des Zivilisationsbruchs der NS-Zeit im Dialog zwischen Kunst und Psychotherapie/ Psychoanalyse weiterzuführen.

 


KÜNSTLER-DIALOG
Verbindung von Kontinent zu Kontinent –
von Herz zu Herz



                     
Aus der ursprünglichen Begegnung der Künstlerinnen Regraguia Benhila aus Essaouira/Marokko, Roswitha Pross und Hanne Kircher aus München ist nach und nach eine Annährerung zwischen unterschiedlichen Kulturen entstanden.

Dabei fand ein intensiver Austausch über künstlerisches Schaffen statt, eingebettet in eine Atmosphäre der Freundschaft, wie wir sie nur selten erleben.

Gemeinsame Projekte, Ausstellungen, Feste, Ausflüge, Gnawa- Musiknächte, ein Musik-Dialog, gemeinsame öffentliche Konzerte, eine Musik-CD, ein Film… und vor allem das Kennenlernen der jeweiligen Freundes- und Familienkreise hat uns über 13 Jahre von Herz zu Herz verbunden. In einer Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird – der Kunst.
Sie erlaubte uns, dass wir einander näher kommen, uns austauschen und weiterentwickeln. Vorurteile konnten in Offenheit und tiefes, ehrliches Interesse verwandelt werden.

Am 09. Nov. 2009 ist Regraguia Benhila völlig unerwartet von uns in eine andere Welt gegangen. Wir durften sie an diesem Nachmittag noch in ihrer ganzen Kraft erleben.
   
                                   

Für Regraguia

Mit meinem Herzen
habe ich die Schönheit und Größe
Deines Herzens erblickt
im Leben, im Jetzt, im Sterben.

In unseren Spielen, im Lachen
denken wir an Dich – bist Du bei uns
so nah wie eines Schmetterlings Flügelschlag
zart wie die Liebe – kraftvoll wie die Tat.

Warum sollten wir nicht weiterspielen, weiter lachen ?!

 

 

 

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